Schädlingsreport 2011

Die erste Jahreshälfte war untypisch warm und trocken. Insbesonders Pflanzen und Bäume mit großem Durst litten besonders: Die Abwehr war schwach und Läuse mit ihren Ameisen als Bewachern feierten an den Triebspitzen von Apfel- und Kirschbäumen sowie Hibiskus fröhliche Einständ. Wohl dem, der Marienkäfern im Garten gute Überwinterungsmöglichkeiten geboten hatte. Der Appetit der Marienkäferlarven ist legendär: 50 Blattläuse verdrücken sie täglich im Durchschnitt, nach Hungerphasen können es auch schon mal 70 sein. Noch gefräßiger ist der asiatische Marienkäfer, der sich seit 2001 in Europa ausbreitet. 100 Blattläuse verdrücken sie täglich im Durchschnitt, nach Hungerphasen können es auch schon mal 270 am Tag sein. Zwar gehört es ins Reich der Legenden, dass nur der asiatische Marienkäfer die einheimischen Marienkäfer kanibalisch fressen würde (das machen alle Marienkäfer, die zu wenig zu futtern haben), aber es ist noch schwer einschätzbar, wie sich die asiatische Art in Europa insgesamt auswirken wird.

Für Gärtner arbeiten jedoch beide Arten, die einheimische und die asiatische. Unterscheiden kann man die beiden bei den erwachsenen Käfern am Nackenschild: beim asiatischen Marienkäfer ist meist ein "M" bzw. "W" auf dem meist mehrheitlich hellem Nackenschild zu erkennen, während die einheimischen Arten dieses Phänomen nur vereinzelt zeigen.
Asiatische Marienkäfer (Quelle: Wikipedia)

Die Larven des asiatischen Marienkäfers haben an beiden Körperseiten durchgehende orange Streifen und am Rücken doppelte "Dornen".

Blattlaus mampfende asiatische Marienkäferlarve (Quelle Wikipedia):

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